WIM-EGH – durchgängig digital von der Bedarfsermittlung bis zur Wirkungskontrolle

WIM-EGH erfasst, verarbeitet und visualisiert Fälle interaktiv.

IT-Lösung

  • moderne Fallsteuerung: interaktiv, dynamisch, digitalisiert
  • Datenschutz und Barrierefreiheit (WCAG 2.2 AA)
  • Automatisierungen: Echtzeit- und Prozessdatenverarbeitung (inkl. Auswertungen)
  • Abbildungen: Ergebnisse, Verläufe, Wechselwirkungen, Kontrastierungen, Prognosen
  • KI-gestützte Textgenerierung
  • Gesamt-/Teilhabeplan & Dokumentengenerierung auf Knopfdruck
  • Anschlussfähigkeit (ICF-Basis)

WIM-EGH sichert vergleichbare Einschätzungen und macht Ziele, Wirkung und Entscheidungen transparent.

Plausibilitäten

  • Vergleichbarkeit von Eingaben (Interraterreliabilität)
  • Messungen und Analysen: Ziele, Verläufe, Wirkung, Modell
  • Fallgruppen, Mustersuche, Vorhersagen
  • Personenzentrierung (Beteiligung), Einbindung (Leistungsdreieck)
  • Transparenz von Selbst- und Fremdeinschätzungen (LT, LB, LE)
  • Nachvollziehbarkeit: Beurteilungen, Entscheidungen
  • Aktennotizen zur Fallsteuerung

WIM-EGH reduziert Dokumentationsaufwand durch Standardisierung, ICF-Durchgängigkeit und Mehrfachnutzung von Daten.

Effizienz

  • Steigerung der Praktikabilität: optimiert, einfach, einheitlich
  • Quantifizierung durch Datensystematik
  • Reduktion von Freitextfeldern
  • Daten: einmal erfassen – mehrfach nutzen
  • durchgehende ICF-Kodierung
  • Synergien mit LE (Datenstruktur, Transfer, Dialog)
  • Integriertes digitales Handbuch zur fachlichen Weiterbildung
  • Struktur mit Wiedererkennungswert (z.B. zum B.E.Ni, BEI-BW, BEI-NRW, ELSA, TiB, SHIP)

Bedarfsermittlung

Das webbasierte System des WIM-EGH ist so konzipiert, dass es die wesentlichen Inhalte aller in Deutschland eingesetzten Bedarfsermittlungsinstrumente integriert. Für die Fachkräfte entsteht dadurch ein hoher Wiedererkennungswert. So verbindet WIM-EGH Innovation mit der Anschlussfähigkeit an bestehende Systeme.

Die Bedarfsermittlung wird durch das webbasierte System für Fachkräfte gemäß den Vorgaben des SGB IX in der Handhabung wesentlich optimiert. WIM-EGH vereint verschiedene Tools, die eine effiziente Fallsteuerung ermöglichen. Aufgrund durchgängiger Datenübertragungsprozesse innerhalb der Bögen reduziert sich zudem der Dokumentationsaufwand, Doppelerhebungen werden vermieden und Daten werden so weiterverarbeitet und transformiert, dass sie im Prozess der Bedarfsermittlung und bei der integrierten Wirkungskontrolle weiterverarbeitet werden können. Abschließend laufen alle innerhalb des Systems erzeugten Daten und Informationen automatisch in den Gesamt-/Teilhabeplan gemäß §§ 19, 121 SGB IX.

WIM-EGH bietet auf diese Weise eine intelligente IT-Lösung für die Eingliederungshilfe, die auf Effizienz und Plausibilität fachlicher Urteile setzt. 

Wirkungsmessung im Einzelfall

Das webbasierte System des WIM-EGH arbeitet mit einer integrierten Wirkungskontrolle. Dazu werden in allen Bögen durchgängig Daten quantifiziert sowie innerhalb des Systems weitertransportiert und transformiert. Der WIM-EGH produziert dadurch 4 Datenpools, mit denen unterschiedliche Datenanalysen möglich sind.

Über den Datenpool 1 erfolgt die Wirkungskontrolle (W1) zur Gesamtsituation. Grundlage sind die Daten aus den Bögen A1 Teilhabe (SGB IX), A2 Lebensbereiche (ICF), A3 Umwelt (ICF), A4 Gesundheit (ICD, ICF, SGB IX) und A5 Person (ICF). Über Verlaufsmessungen können wesentliche Veränderungen in der Gesamtsituation nachvollzogen werden, so dass nichtintendierte Wirkungen sichtbar und sich verändernde Einflussfaktoren auf die Zielerreichung kontrolliert werden.

Die Datenpools 2 und 3 bilden die Grundlage für die Wirkungskontrolle (W2) zur Ausgangssituation (Ziele) in Verbindung mit den Maßnahmen (Berichtswesen des Leistungserbringers). Hier fließen die Daten aus den Bögen B Bedarf, C Ziele, D Leistungen und F Bericht ein. Der WIM-EGH ist durch die Quantifizierung von Merkmalen zudem in der Lage ein personenzentriertes und datenbasiertes Wirkungsmodell für den Einzelfall zu entwickeln.

Mithilfe des Datenpools 4 werden Auswirkungen der Datenqualität auf Prognosen, das personenzentrierte Wirkungsmodell und die Interpretation von Veränderungen in der Ausgangssituation möglich. Die Wirkungskontrolle (W3) zur Qualität erfolgt auf der Grundlage des Bogens Q Qualität.

Wirksamkeit von Leistungen

Die Prüfung der Wirksamkeit von Leistungen setzt eine qualitätsvolle Wirkungskontrolle im Einzelfall voraus. Bei der Wirkungskontrolle im Einzelfall werden mit dem webbasierten System WIM-EGH Verlaufsmessungen über Ziele und Maßnahmen vor dem Hintergrund der Gesamtsituation durchgeführt. Über diese datenbasierte Steuerung im Einzelfall erfolgt dann die Steuerung von Fällen.

Der WIM-EGH ermöglicht eine Verdichtung der Daten zu Fallgruppen. Es können sowohl hypothesengeleitete Fallgruppen als auch Fallgruppen über die Suche nach Datenmustern gebildet werden. Beide Vorgehensweisen tragen zur Präzisierung von Wirkannahmen, Wirkfaktoren und Indikatoren bei.

Für die Prüfung der Wirksamkeit eröffnet der WIM-EGH die Möglichkeit, die hochaggregierten Daten aus der Wirkungskontrolle mit Leistungen (SGB IX, Landes-/Rahmenverträgen) und dem Vertragsrecht (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) zu verbinden. Gleichfalls können Maßnahmen (Interventionen, Ansätze und Methoden) mit Leistungen und Vertragsrecht in Beziehung gesetzt werden.