Lösungen

Flyer

Der Infoflyer kann von Fachkräften in unterschiedlichen Beratungssettings genutzt werden, in denen Menschen mit Behinderung bei Teilhabe- und Eingliederungshilfefragen beraten werden. Im Flyer finden Sie kompakte Informationen zu den Selbsteinschätzungsbögen des WIM-EGH und praxisnahe Hinweise zu ihren Einsatzmöglichkeiten.

Hier können Sie den Flyer kostenlos herunterladen.

Selbsteinschätzungsbögen

Die Selbsteinschätzungsbögen fördern die aktive und selbst bestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Bedarfsermittlung. Sie ermöglichen es, die eigene Sicht auf die Lebenssituation, Wünsche und Unterstützungsbedarfe strukturiert einzubringen. Gleichzeitig bereiten die Bögen die Bedarfsermittlung für Fachkräfte optimal vor – fachlich wie ökonomisch: Die erhobenen Daten werden vollständig und strukturiert aufgegriffen und im System weiterverarbeitet. Die Selbsteinschätzungsbögen werden von Menschen mit Behinderung allein oder mit Unterstützung im häuslichen Umfeld oder in einer Beratungsstelle in Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Leistungsträger ausgefüllt. Neben dieser Vorbereitungsfunktion liefern die Selbsteinschätzungsbögen wichtige Informationen und Daten zur Erfassung der Teilhabesituation. Da die Bögen auch für die Verlaufsmessung genutzt werden, steuern sie gleichzeitig die Wirkungskontrolle in der Fortschreibung.

Die Selbsteinschätzungsbögen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Inhalte anschlussfähig an die Systematik der Bedarfsermittlung sind (ICF, SGB IX), die Informationen vollständig in die Bedarfsermittlung und Wirkungskontrolle einfließen und sie quantitativ ausgerichtet sind und damit eine Auswertung ermöglichen.

Der Selbsteinschätzungsbogen A1 Teilhabe unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, Teilhabeprobleme zu identifizieren.

Der Fragebogen A1 eignet sich auch für den Einsatz im Beratungsgespräch. Der Bogen erfasst Teilhabevoraussetzungen und gliedert sich in folgende Bereiche:

  1. Materielle Situation
  2. Umfeld
  3. Kontakte
  4. Selbstständigkeit
  5. Selbstbestimmung
  6. Leistungen

Der Selbsteinschätzungsbogen A2 Lebensbereiche unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, ihre Fähigkeiten in den Lebensbereichen einzuschätzen.

Der Fragebogen A2 eignet sich auch für den Einsatz im Beratungsgespräch. Erfasst werden die Lebensbereiche gemäß der ICF in komprimierter Form:

  1. Lernen und Wissensanwendung
  2. Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
  3. Kommunikation
  4. Mobilität
  5. Selbstversorgung
  6. Häusliches Leben
  7. Interpersonelle Interaktionen und Beziehungen
  8. Bedeutende Lebensbereiche
  9. Gemeinschafts-, soziales und staatsbürgerliches Leben

Der Selbsteinschätzungsbogen A3 Umwelt unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, ihre Förderfaktoren und Barrieren in ihrer Umwelt einzuschätzen.

Der Fragebogen A3 eignet sich auch für den Einsatz im Beratungsgespräch. Erfasst werden die Umweltfaktoren gemäß der ICF in komprimierter Form:

  1. Produkte und Technologien
  2. Natürliche und vom Menschen veränderte Umwelt
  3. Unterstützungen und Beziehungen
  4. Einstellungen
  5. Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze

Hier können Sie die Selbsteinschätzungsbögen A1-A3 kostenlos herunterladen.

WIM-EGH – durchgängig digital von der Bedarfsermittlung bis zur Wirkungskontrolle

WIM-EGH erfasst, verarbeitet und visualisiert Fälle interaktiv.

IT-Lösung

  • moderne Fallsteuerung: interaktiv, dynamisch, digitalisiert
  • Datenschutz und Barrierefreiheit (WCAG 2.2 AA)
  • Automatisierungen: Echtzeit- und Prozessdatenverarbeitung (inkl. Auswertungen)
  • Abbildungen: Ergebnisse, Verläufe, Wechselwirkungen, Kontrastierungen, Prognosen
  • KI-gestützte Textgenerierung
  • Gesamt-/Teilhabeplan & Dokumentengenerierung auf Knopfdruck
  • Anschlussfähigkeit (ICF-Basis)

WIM-EGH sichert vergleichbare Einschätzungen und macht Ziele, Wirkung und Entscheidungen transparent.

Plausibilitäten

  • Vergleichbarkeit von Eingaben (Interraterreliabilität)
  • Messungen und Analysen: Ziele, Verläufe, Wirkung, Modell
  • Fallgruppen, Mustersuche, Vorhersagen
  • Personenzentrierung (Beteiligung), Einbindung (Leistungsdreieck)
  • Transparenz von Selbst- und Fremdeinschätzungen (LT, LB, LE)
  • Nachvollziehbarkeit: Beurteilungen, Entscheidungen
  • Aktennotizen zur Fallsteuerung

WIM-EGH reduziert Dokumentationsaufwand durch Standardisierung, ICF-Durchgängigkeit und Mehrfachnutzung von Daten.

Effizienz

  • Steigerung der Praktikabilität: optimiert, einfach, einheitlich
  • Quantifizierung durch Datensystematik
  • Reduktion von Freitextfeldern
  • Daten: einmal erfassen – mehrfach nutzen
  • durchgehende ICF-Kodierung
  • Synergien mit LE (Datenstruktur, Transfer, Dialog)
  • Integriertes digitales Handbuch zur fachlichen Weiterbildung
  • Struktur mit Wiedererkennungswert (z.B. zum B.E.Ni, BEI-BW, BEI-NRW, ELSA, TiB, SHIP)

Bedarfsermittlung

Das webbasierte System des WIM-EGH ist so konzipiert, dass es die wesentlichen Inhalte aller in Deutschland eingesetzten Bedarfsermittlungsinstrumente integriert. Für die Fachkräfte entsteht dadurch ein hoher Wiedererkennungswert. So verbindet WIM-EGH Innovation mit der Anschlussfähigkeit an bestehende Systeme.

Die Bedarfsermittlung wird durch das webbasierte System für Fachkräfte gemäß den Vorgaben des SGB IX in der Handhabung wesentlich optimiert. WIM-EGH vereint verschiedene Tools, die eine effiziente Fallsteuerung ermöglichen. Aufgrund durchgängiger Datenübertragungsprozesse innerhalb der Bögen reduziert sich zudem der Dokumentationsaufwand, Doppelerhebungen werden vermieden und Daten werden so weiterverarbeitet und transformiert, dass sie im Prozess der Bedarfsermittlung und bei der integrierten Wirkungskontrolle weiterverarbeitet werden können. Abschließend laufen alle innerhalb des Systems erzeugten Daten und Informationen automatisch in den Gesamt-/Teilhabeplan gemäß §§ 19, 121 SGB IX.

WIM-EGH bietet auf diese Weise eine intelligente IT-Lösung für die Eingliederungshilfe, die auf Effizienz und Plausibilität fachlicher Urteile setzt. 

Wirkungsmessung im Einzelfall

Das webbasierte System des WIM-EGH arbeitet mit einer integrierten Wirkungskontrolle. Dazu werden in allen Bögen durchgängig Daten quantifiziert sowie innerhalb des Systems weitertransportiert und transformiert. Der WIM-EGH produziert dadurch 4 Datenpools, mit denen unterschiedliche Datenanalysen möglich sind.

Über den Datenpool 1 erfolgt die Wirkungskontrolle (W1) zur Gesamtsituation. Grundlage sind die Daten aus den Bögen A1 Teilhabe (SGB IX), A2 Lebensbereiche (ICF), A3 Umwelt (ICF), A4 Gesundheit (ICD, ICF, SGB IX) und A5 Person (ICF). Über Verlaufsmessungen können wesentliche Veränderungen in der Gesamtsituation nachvollzogen werden, so dass nichtintendierte Wirkungen sichtbar und sich verändernde Einflussfaktoren auf die Zielerreichung kontrolliert werden.

Die Datenpools 2 und 3 bilden die Grundlage für die Wirkungskontrolle (W2) zur Ausgangssituation (Ziele) in Verbindung mit den Maßnahmen (Berichtswesen des Leistungserbringers). Hier fließen die Daten aus den Bögen B Bedarf, C Ziele, D Leistungen und F Bericht ein. Der WIM-EGH ist durch die Quantifizierung von Merkmalen zudem in der Lage ein personenzentriertes und datenbasiertes Wirkungsmodell für den Einzelfall zu entwickeln.

Mithilfe des Datenpools 4 werden Auswirkungen der Datenqualität auf Prognosen, das personenzentrierte Wirkungsmodell und die Interpretation von Veränderungen in der Ausgangssituation möglich. Die Wirkungskontrolle (W3) zur Qualität erfolgt auf der Grundlage des Bogens Q Qualität.

Wirksamkeit von Leistungen

Die Prüfung der Wirksamkeit von Leistungen setzt eine qualitätsvolle Wirkungskontrolle im Einzelfall voraus. Bei der Wirkungskontrolle im Einzelfall werden mit dem webbasierten System WIM-EGH Verlaufsmessungen über Ziele und Maßnahmen vor dem Hintergrund der Gesamtsituation durchgeführt. Über diese datenbasierte Steuerung im Einzelfall erfolgt dann die Steuerung von Fällen.

Der WIM-EGH ermöglicht eine Verdichtung der Daten zu Fallgruppen. Es können sowohl hypothesengeleitete Fallgruppen als auch Fallgruppen über die Suche nach Datenmustern gebildet werden. Beide Vorgehensweisen tragen zur Präzisierung von Wirkannahmen, Wirkfaktoren und Indikatoren bei.

Für die Prüfung der Wirksamkeit eröffnet der WIM-EGH die Möglichkeit, die hochaggregierten Daten aus der Wirkungskontrolle mit Leistungen (SGB IX, Landes-/Rahmenverträgen) und dem Vertragsrecht (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) zu verbinden. Gleichfalls können Maßnahmen (Interventionen, Ansätze und Methoden) mit Leistungen und Vertragsrecht in Beziehung gesetzt werden.